Berlin (dpa/tmn) – Unternehmen werden in Deutschland zwar überwiegend von Männern gegründet. Doch bei den derzeitigen Studierenden ist der Anteil der Frauen, die sich eine Gründung vorstellen können, mit 61,1 Prozent kaum niedriger als jener der Männer (62,4 Prozent).
Das ergab eine Online-Umfrage des Instituts für Mittelstandsökonomie an der Universität Trier, auf die das Bundesbildungsministerium in Berlin hinweist. An der Umfrage beteiligten sich mehr als 15 000 Studierende von 37 Hochschulen.
Allgemein besonders hoch ist die Gründungsbereitschaft unter den Studierenden der «Fächergruppe» Medizin und Gesundheitswesen. Hier übersteigt der Anteil bei den Frauen (68,6 Prozent) jenen aufseiten der Männer (67,3 Prozent) sogar leicht. Das gilt auch für die Fächer der Sprach- und Kulturwissenschaften sowie in Kunst und Gestaltung (Frauen: 58,7%, Männer: 52,5%) sowie bei den Gesellschafts- und Sozialwissenschaften (Frauen: 64,2%, Männer: 58,6%). Bei den Rechtswissenschaften liegen die männlichen und weiblichen Studierenden mit jeweils rund 65 Prozent gleichauf.
Von den tatsächlichen Existenzgründern waren im Jahr 2006 dagegen lediglich 32 Prozent Frauen. Seit dem Jahr 2002 war der Anteil aber immerhin kontinuierlich gestiegen – damals hatte er 28 Prozent betragen, so das Bildungsministerium. Dieses fördert Frauen, die ein eigenes Unternehmen auf die Beine stellen wollen, mit dem Programm «Power für Gründerinnen».