Als Azubi Altersvorsorge schrittweise angehen

Frankfurt/Main (dpa/tmn) – Auszubildende und andere Berufsanfänger sollten die Altersvorsorge Schritt für Schritt angehen und sich nicht gleich auf zu viele Verträge festlegen. Darauf weist die unabhängige Beraterorganisation Die Alten Hasen in Frankfurt hin.

Die Vorsorge mit eigenen Mitteln sei zwar wichtig, sagte Eberhard Beer von den Alten Hasen, die Verbraucher in Fragen zu Versicherung und Vorsorge unabhängig beraten. «Aber man muss es langsam aufbauen – sonst wird man schnell unbeweglich und hat am Monatsende nicht mehr genug übrig.»

Dennoch sei es sinnvoll, so früh wie möglich anzufangen. Mit Beginn eines Ausbildungsverhältnisses sollten junge Leute zunächst alle Angebote nutzen, die sie nicht allein finanzieren müssen. Mehrere geförderte Produkte stehen dabei zur Auswahl, etwa die Vermögenswirksamen Leistungen des Arbeitgebers. Ob Azubis diese Zahlungen vom Chef zustehen, steht im Tarif- oder Arbeitsvertrag. Zum Beispiel in Ostdeutschland würde die Hilfe für einen ersten Vermögensaufbau aber nur noch wenig gezahlt, sagte Beer.

In einem zweiten Schritt sollten Vorsorge-Anfänger die Riester-Förderung nutzen. Dabei schießt der Staat zu einer Rentenversicherung, einem Bank- oder einem Fondssparplan Geld zu. Besonders für Eltern ist die Förderung attraktiv, weil es für Kinder Geld obendrauf gibt. «Erst später, bei höherem Gehalt, kommt dann die betriebliche Altersvorsorge infrage», sagte Beer. Weitere Formen der privaten Altersvorsorge sollten erst in Erwägung gezogen werden, wenn diese unter Dach und Fach sind oder nicht genutzt werden können.