Arbeitszeitkonten: Lange Laufzeit noch unüblich

Köln (dpa/tmn) – Arbeitszeitkonten sind in Deutschland nichts Ungewöhnliches mehr. Allerdings haben nur die wenigsten eine Laufzeit, die sich über die gesamte Phase der Berufstätigkeit erstreckt, wie das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) in Köln mitteilt.

Gerade kleinere Betriebe werden wegen der damit verbundenen Kosten abgeschreckt, solche sogenannten Lebensarbeitszeitkonten einzuführen. So gab es 2004 nur bei drei Prozent der Unternehmen Lebensarbeitszeitkonten, in kleineren Betrieben mit bis zu neun Mitarbeitern sogar nur bei einem Prozent.

In Zukunft könnte sich das ändern. Denn mit dem Auslaufen des Altersteilzeitmodells seien Lebensarbeitszeitkonten für alle eine Alternative, die vor dem Erreichen des 67. Lebensjahres in Rente gehen möchten. Bei den Arbeitszeitkonten werden Arbeitnehmern zum Beispiel Überstunden, Prämien, Urlaub oder Weihnachtsgeld gutgeschrieben, in Form von Arbeitsstunden oder Geld. Später können die Mitarbeiter dieses «Guthaben» dann einlösen. Häufig beträgt die Laufzeit allerdings nur zwölf Monate: So gab es 2004 in einem Drittel der deutschen Unternehmen Jahresarbeitszeitkonten.