Bonn (dpa/tmn) – Für die Sicherheitsbranche gibt es zwei neue Berufe, in denen von August an ausgebildet wird. Ganz neu entwickelt wurde der zweijährige Ausbildungsberuf «Servicekraft für Schutz und Sicherheit».
Das teilt das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) in Bonn mit. Eine überarbeitete Ausbildungsverordnung gilt für die «Fachkraft für Schutz und Sicherheit». Hier wird drei Jahre gelernt. Zu den Aufgaben in beiden Berufen gehört es, Personen zu schützen, Objekte, Werte und Anlagen zu sichern sowie Gefahren abzuwehren.
Nach der Ausbildung gibt es dem Bundesinstitut zufolge ein breites Einsatzgebiet. Infrage kommen Tätigkeiten im Bereich der Unternehmenssicherheit oder des öffentlichen Dienstes. Die Fach- und Servicekräfte können aber auch in den Sicherheitsabteilungen von Bahnhöfen, Flughäfen oder Verkehrsgesellschaften des öffentlichen Nahverkehrs beschäftigt sein. Dort nehmen sie in Abstimmung mit staatlichen Stellen etwa Personen- und Handgepäckkontrollen vor.
Die Fachkraft arbeitet insgesamt selbstständiger und stärker eigenverantwortlich als die Servicekraft. Sie wirkt nach Angaben des BIBB auch bei der Angebotserstellung und der Auftragsbearbeitung mit, ermittelt und dokumentiert sicherheitsrelevante Sachverhalte. Nach einer erfolgreichen Ausbildung zur Servicekraft ist es möglich, weiterzumachen und ein drittes Jahr im Ausbildungsberuf «Fachkraft für Schutz und Sicherheit» fortzusetzen. Fachkräfte wiederum können nach einem Jahr Berufserfahrung einen «Meister für Schutz und Sicherheit» machen.