Hamburg (dpa) – Deutschland ist eine der international wettbewerbsfähigsten Industrienationen. Dies belegt eine von der Berenberg Bank und dem Hamburgischen WeltWirtschaftsInstitut (HWWI) veröffentlichte Studie.
Forscher sehen die Innovationskraft Deutschlands auf Platz vier in Europa, nach Schweden, Finnland und Dänemark. Gemessen wurde die Ausstattung mit Arbeitskräften im Bereich Forschung und Entwicklung, die Patentanmeldungen und die Exporte von Hochtechnologie. Beim Anteil der Arbeitskräfte mit Hochschul- oder Fachhochschulstudium liege Deutschland allerdings nur im Durchschnitt der EU und der OECD.
Langfristig drohe Deutschland zurückzufallen, weil zu wenig Akademiker ausgebildet werden. Lediglich 20 Prozent eines Jahrgangs schlossen 2005 mit einem akademischen Grad ab, während der Durchschnitt in der OECD bei immerhin 36,4 Prozent lag. «Das rapide Wachstum führender Volkswirtschaften im vergangenen Jahrhundert ist wesentlich auf gestiegenes Wissen und seine zunehmende Verbreitung zurückzuführen», sagte HWWI-Chef Thomas Straubhaar. Auch künftig komme dem Wissen eine Schlüsselposition für den weiteren ökonomischen Erfolg der führenden Industrienationen zu.