Berlin/Bochum (dpa/tmn) – Hochschul-Absolventen können sich jetzt wieder beim Auswärtigen Amt in Berlin um eine Diplomaten-Ausbildung bewerben – diesen Schritt sollten sie sich aber gut überlegen.
Die Arbeit im Auswärtigen Dienst könne ein «echter Beziehungskiller» sein, berichtet die Zeitschrift «Unicum». Diplomaten müssten in der Regel alle drei Jahre ihren Wohnort wechseln. Dieses Nomadenleben belaste oft die Familie und lasse sich mit einem Job des Partners nur schwer vereinbaren.
Bei dem alljährlichen Auswahlverfahren können sich deutsche Staatsbürger mit einem Hochschulabschluss noch bis zum 31. Mai über das Internet bewerben. Die Kandidaten müssen mindestens zwei Fremdsprachen sprechen und dürfen nicht älter als 32 Jahre sein.
Bewerber sollten der Zeitschrift zufolge aber zuerst mit ihrem Partner und ihren Freunden über ihren Berufswunsch sprechen. Auch müssten sie ehrlich zu sich selbst sein bei der Frage, ob der Job zu ihnen passt. So dürften Kandidaten nicht bloß eine Stelle in Rio, New York oder Tokio vor Augen haben. Von ihnen werde auch erwartet, zeitweise in einem Krisengebiet zu leben.