Einweghandschuhe an der Frischetheke belasten Verkäuferhände

Neuwied (dpa/tmn) – Wenn Verkäuferinnen an der Frischetheke ständig Einweghandschuhe tragen, schadet das auf Dauer ihrer Haut. Auf die Gummihandschuhe sollte daher verzichtet werden, zumal sie keine zusätzliche Hygiene bewirken.

Das rät die Fachzeitschrift «Lebensmittel Praxis». Die luft- und wasserundurchlässigen Handschuhe bewirkten eher das Gegenteil: So könnten Allergien auftreten und Hauterkrankungen entstehen, heißt es unter Berufung auf eine Studie der Berufsgenossenschaft Handel und Warendistribution (BGHW). Dies verbessere die Hygiene auch nicht gerade. Gesetzlich vorgeschrieben seien die Handschuhe ohnehin nicht.

Viele Unternehmen schreiben ihren Verkäufern an Frischetheken den Angaben zufolge allerdings die Handschuhe vor, um den Kunden ein verstärktes Hygienebewusstsein zu demonstrieren. Besser sei es jedoch, die Hände regelmäßig zu waschen und statt der Handschuhe Gabeln, Zangen oder Folien zu verwenden, so die Berufsgenossenschaft.