Stuttgart (dpa/tmn) – Wenn Frauen in die Selbstständigkeit starten, sind sie meist älter als männliche Existenzgründer. Rund 27 Prozent der weiblichen Gründer machen sich zwischen dem 45. und 54. Lebensjahr selbstständig, aber nur 17 Prozent der Männer.
Darauf weist die «bundesweite gründerinnenagentur» (bga) in Stuttgart hin. Insgesamt sind zwei Drittel der selbstständigen Frauen im Alter zwischen 35 und 54 Jahren. Wichtige Gründe für die Selbstständigkeit seien der Wunsch, die eigenen Fähigkeiten optimal ein- und Geschäftsideen umzusetzen. Viele Frauen wählten die Selbstständigkeit zudem als Möglichkeit, wieder ins Berufsleben einzusteigen und sich einen den persönlichen Bedürfnissen entsprechenden Arbeitsplatz zu schaffen.
Einer Auswertung des Instituts für Mittelstandsforschung in Mannheim zufolge starteten 13 Prozent aller Gründerinnen aus einer Hausfrauentätigkeit in das Unternehmerinnen-Dasein. Doch dabei gebe es auch Risiken, warnt die bga: Starke familiäre Verpflichtungen können die Arbeit erschweren. Früher angeeignetes Wissen ist möglicherweise nicht mehr aktuell, und in einem homogenen Bekanntenkreis ergeben sich weniger berufliche Kontakte.
Die «bundesweite gründerinnenagentur», die unter anderem vom Bundesfamilien- und dem Bundeswirtschaftsministerium gefördert wird, hat ein Faktenblatt zum Thema «Gründungen von Frauen ab 45 – mit Erfahrung erfolgreich» herausgebracht. Es kann im Internet heruntergeladen werden.