Nürnberg/Berlin (dpa/tmn) – Der Anteil der Frauen in den Freien Berufen ist in den vergangenen 25 Jahren deutlich gestiegen. Heute sind fast die Hälfte aller Apotheken in weiblicher Hand, und rund jede dritte Praxis gehört einer Ärztin oder Zahnärztin.
Das berichtet das Bundesfrauenministerium auf dem Portal «Frauenmachenkarriere.de» und beruft sich auf Zahlen des Instituts für Freie Berufe in Nürnberg (IFB). Der Anteil der Rechtsanwältinnen habe sich zwischen 1988 und 2007 fast verdreifacht, der Frauenanteil unter den Notaren sei von einem auf heute 20 Prozent gestiegen. Im Bereich Kunst und Publizistik stellten Frauen inzwischen rund die Hälfte der Freiberufler.
Vor allem die Möglichkeit, zeitlich flexibel arbeiten zu können, reize viele Frauen, so das IFB. In Freien Berufen seien Job und Familie gut zu vereinbaren. Allerdings könnten die wirtschaftlichen Unsicherheiten am Beginn einer freiberuflichen Tätigkeit sehr belastend sein, heißt es auf dem Portal weiter. Oft sei diese Form des Arbeitens nicht freiwillig gewählt, sondern die einzige Alternative zur Arbeitslosigkeit.
Informationen zum Thema hat das Bundesfrauenministerium im Dossier «Frauen in Freien Berufen» zusammengefasst. Es im Internet abrufbar.