Freunde haben keinen schlechten Einfluss auf Noten

Halle (dpa/tmn) – Die Angst vieler Eltern, die Freunde ihrer Kinder könnten schlechten Einfluss haben, scheint zumindest bei der Schullaufbahn unbegründet. Das geht aus einer Erhebung des Zentrums für Schul- und Bildungsforschung der Universität Halle-Wittenberg hervor.

Die Wissenschaftler untersuchten, welche Bedeutung die Zugehörigkeit zu Gleichaltrigengruppen auf die schulische Laufbahn hat. Bisher fanden die Forscher keine Freundesgruppen, die bei den Befragten zu einem schulischen Abstiegsmuster geführt haben.

Die Wissenschaftler untersuchten 158 Elfjährige unterschiedlicher Schulformen in Sachsen-Anhalt und Nordrhein-Westfalen. Dabei stellten sie fest, dass die Kinder und ihre Freunde aus sehr ähnlichen familiären Strukturen stammen. Wie stark die Freunde Einfluss auf die Schule nehmen, hänge davon ab, wie häufig das Thema Schule in der Gruppe besprochen wird. Die Schüler könnten sich durch ihre Freundschaften sowohl gegenseitig motivieren, als auch gemeinsam gegen die Schule abgrenzen. Allerdings spiele bei den Elfjährigen die Familie noch eine herausragende Rolle: So habe die Einstellung der Eltern zur Schule große Bedeutung.