Für Betriebsübergabe drei Jahre Vorlauf einplanen

Berlin (dpa/tmn) – Eine erfolgreiche Betriebsübergabe braucht genaue und frühzeitige Vorbereitung: Wer die Unternehmensführung in die Hände eines Nachfolgers legen will, muss mit einem Vorlauf von mindestens drei Jahren rechnen, so die Bundessteuerberaterkammer in Berlin.

Vorher festgelegt werden sollten im einzelnen die Übergabeziele sowie ein genauer Zeitplan. Dieser regelt unter anderem die Arbeitsteilung zwischen Inhaber und Nachfolger während einer möglichen Übergangsphase und schreibt Aufgaben und Kompetenzen fest.

Zu entscheiden ist neben der Auswahl des Nachfolgers auch die Art der Übergabe – sei es eine Familiennachfolge, Fremdgeschäftsführung, Verpachtung oder Verkauf – sowie deren steuerliche Auswirkung. Bei einer Familiennachfolge muss die Aufteilung der erbberechtigten Personen genau geregelt werden. Hierfür sei eine aufwendige Bewertung der vorhandenen Vermögensgegenstände und eine Einschätzung der unterschiedlichen Risiken notwendig.

Bei einer Fremdgeschäftsführung oder Verpachtung des Betriebes ist wiederum zu beachten, dass ein Großteil der Risiken weiter beim Inhaber verbleibt, so der Hinweis der Bundessteuerberaterkammer. Soll dies ausgeschlossen werden und scheidet die Familiennachfolge aus, biete sich ein Verkauf an. Hierfür sei eine Unternehmensbewertung unerlässlich. Unabhängig von der konkreten Nachfolgeregelung könne es sinnvoll sein, einen Beirat einzurichten, um einen möglichst gleitenden Übergang vom Altinhaber zum Nachfolger zu gewährleisten.