Wiesbaden (dpa/tmn) – Handwerksunternehmen müssen künftig weniger statistische Daten weitergeben. Vor allem kleine und mittlere Unternehmen werden von ihrer vierteljährlichen Auskunftspflicht zur Konjunkturstatistik im Handwerk befreit.
Das teilt das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mit. Eine Auswertung der Verwaltungsdaten werde die Befragungen der per Stichprobe ausgewählten Unternehmen ersetzen. Ziel sei es, die Firmen von Bürokratiekosten zu entlasten.
Vorgesehen sei außerdem, Handwerkszählungen durch Auswertungen der Verwaltungsdaten aus dem Unternehmensregister zu ersetzen. Bei den Handwerkszählungen wurden früher Strukturmerkmale aller selbstständiger Handwerksunternehmen ermittelt. Bei der letzten Handwerkszählung im Jahr 1995 wurden 563 000 selbstständige Handwerksfirmen befragt.