Haupt- und Realschullehrer werden gesucht

Hamburg (dpa/tmn) – Die Berufsaussichten für Lehrer waren schon deutlich schlechter. Allerdings hängt viel davon ab, für welche Schulform sich Lehramtsstudenten entscheiden.

Insgesamt ist nach Berechnungen von Bildungsforschern bei einer Personalversorgung wie derzeit von jährlich 22 000 Lehrerstellen bis 2015 auszugehen. Für Lehrer an Haupt-, Real- und Berufsschulen sei es dabei einfacher, eine Stelle zu finden als für Gymnasial- und Grundschullehrer, berichtet der in Hamburg erscheinende «Zeit Studienführer 2008/2009».

Eine wichtige Rolle spielt zudem die Fächerwahl. Nach wie vor sei der Bedarf an Nachwuchskräften für Deutsch und Geschichte weitgehend gedeckt. Lehrer für Informatik werden dagegen gesucht. Bedarf gibt es auch in den Naturwissenschaften, Biologie einmal ausgenommen.

Angehende Lehrer sollten sich aber über einige statistische Fakten im Klaren sein: Bis zu 35 Prozent aller Pädagogen leiden am Burn-out-Syndrom, 20 Prozent zeigen behandlungsbedürftige psychische oder psychosomatische Symptome, berichtet das Magazin. Kein Wunder: Der durchschnittliche Schallpegel im Klassenzimmer liegt bei 65 Dezibel – der Lautstärke eines Rasenmähers. Die Spitzenwerte liegen mit 86 Dezibel deutlich darüber – so laut ist es an stark befahrenen Straßen.