Im Einzelhandel bleiben Lehrstellen unbesetzt

Düsseldorf (dpa/tmn) – Mehr noch als in anderen Branchen wird die Suche nach qualifiziertem Personal im Einzelhandel immer schwieriger. Ausbildungsbetriebe müssten sich Mühe geben, für Bewerber attraktiv zu sein

Das berichtet das Fachmagazin «Personal». Denn schon heute klagten viele Betriebe, sie könnten keine geeigneten Bewerber finden. Durch die demografische Entwicklung wird sich der Trend noch deutlich verstärken. Das trifft den Einzelhandel umso mehr, wo schon jetzt die Abbrecherquote und die Zahl der unbesetzten Lehrstellen höher sind als in anderen Branchen.

Aber nur ein Teil des Problems besteht darin, dass die Zahl der Bewerber zurückgeht, weil es weniger Schulabgänger gibt. Die besondere Problemlage der Branche zeige sich unter anderem am hohen Anteil der Azubis, der seine Wahl für den Einzelhandel als Notlösung betrachtet: So gaben bei einer Umfrage rund zwei Drittel der Auszubildenden an, die Berufswahl sei keine freie Entscheidung, sondern eine Notlösung gewesen. In der Vergleichsgruppe der Studenten einer baden-württembergischen Berufsakademie im Studiengang Handel & Dienstleistungen gab nur ein Zehntel diese Antwort, berichtet die Fachzeitschrift. Für die Studie waren gut 150 Jugendliche (82 Auszubildende, 71 Studenten) befragt worden.