Im Fernstudium Sozialkompetenzen erweitern

Koblenz (dpa/tmn) – Konflikte schmerzfrei lösen, Präsentationen halten oder Mitarbeiter motivieren: Solche wichtigen Sozialkompetenzen lassen sich auch durch ein Fernstudium erwerben.

«Die Teilnehmer sind meist Mitte 30 und aus unterschiedlichen Branchen: dem sozialen Bereich, dem Management und aus technischen Berufen – für die ist es besonders wichtig, weil sie die weichen Skills im Studium nicht vermittelt bekommen», erklärt Ulrike Cron, Sprecherin der Zentralstelle für Fernstudien an Fachhochschulen (ZFH) in Koblenz. Das zweisemestrige Weiterbildungsprogramm richte sich sowohl an Führungskräfte als auch an Mitarbeiter, die im Team arbeiten müssen oder sich persönlich weiterentwickeln wollen.

Für die Teilnahme gibt es keine formalen Voraussetzungen wie das Abitur. «Aber das Studium ist schon auf einem gewissen Niveau, es wurde von Professoren ausgearbeitet und wird von ihnen auch geleitet», erläutert Cron. 16 Themenblöcke bearbeiten die Fernstudenten, darunter Selbstwahrnehmung, Kommunikation und Rhetorik, Mitarbeiterführung sowie Projektmanagement. Auch interkulturelle Kompetenz werde unterrichtet, sagt Cron. «Wie geht man etwa mit ausländischen Kunden um?»

Gebüffelt wird überwiegend in den eigenen vier Wänden. Per Studienbrief und auf einer Übungsplattform im Internet bekommen die Lernenden den Stoff und lösen Aufgaben. Probleme können im Chat gemeinsam gelöst werden. Im Lauf des Jahres kommen zusätzlich neun Präsenz-Wochenenden hinzu. Diese finden meist in Koblenz, Fulda oder Wiesbaden statt, können aber auch auf Wunsch der Teilnehmer an andere Orte verlegt werden. Das Studium kostet pro Semester 1000 Euro, Anmeldeschluss für den nächsten Jahrgang ist der 31. Juli.