Immer mehr Menschen pendeln zur Arbeit

Nürnberg (dpa/tmn) – Immer mehr Menschen müssen zur Arbeit pendeln. Im Zeitraum von 1995 bis 2005 ist der Anteil der Berufspendler an den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten laut einer Studie von 31 auf 39 Prozent gestiegen.

Wie das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in Nürnberg berichtet, pendelten Hochqualifizierte insgesamt häufiger als alle anderen Gruppen. Dagegen nehme der Anteil geringqualifizierter Arbeitnehmer unter den Pendlern ab. Pendlermagneten seien in erster Linie Großstädte wie Hamburg, München oder Leipzig und Ballungsräume wie das Ruhrgebiet. Laut IAB sind die Pendlerströme von Ost- nach Westdeutschland besonders stark. Im Jahr 2005 pendelten 366 000 Arbeitnehmer aus ostdeutschen Bundesländern in westdeutsche, den umgekehrten Weg traten hingegen nur 77 000 Arbeitnehmer an. Die Untersuchung stützt sich auf Daten des Statistischen Bundesamtes sowie der Bundesagentur für Arbeit.