Immer mehr Schulabgänger mit Studienberechtigung

Wiesbaden (dpa) – Die Zahl der Abiturienten und Schulabgänger mit Fachhochschulreife in Deutschland steigt weiter. Rund 432 500 Schüler erwarben 2007 eine Studienberechtigung, 4,2 Prozent mehr als 2006.

Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte, liegt eine Ursache des Anstiegs in Sachsen-Anhalt, wo wegen der Verkürzung der Gymnasialzeit von neun auf acht Jahre 2007 zwei Jahrgänge gleichzeitig Abitur machten. Aber auch ohne die Turbo-Abiturienten aus Sachsen-Anhalt lag die Zahl der Schulabsolventen mit allgemeiner Hochschulreife oder Fachhochschulreife in Deutschland um 2,6 Prozent über der des Vorjahres.

Damit schafften 44,4 Prozent des entsprechenden Schülerjahrgangs 2007 das Abitur oder die Fachhochschulreife, genau ein Prozentpunkt mehr als im Vorjahr, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. 31,0 Prozent des Jahrgangs legten die allgemeine Hochschulreife (plus 1,1 Punkte) ab und 13,4 Prozent die Fachhochschulreife. Diese wird vor allem an beruflichen Schulen erworben.

In den einzelnen Bundesländern war die Entwicklung sehr unterschiedlich: Sachsen (minus 4,2 Prozent), Berlin (minus 2,9 Prozent) und Thüringen (minus 2,2 Prozent) verzeichneten Rückgänge bei den Studienberechtigten. Am stärksten legten die Zahlen in Rheinland-Pfalz (plus 11,5 Prozent), Hamburg (plus 6,0 Prozent), Baden-Württemberg und Niedersachsen (je plus 5,5 Prozent) zu.

Die Abiturienten machen mit 69,9 Prozent die Mehrheit der Abgänger mit Studienberechtigung aus. Diesen Abschluss erwarben sie vor allem an allgemeinbildenden Schulen (85,7 Prozent).

Der Anteil der Jungen und Männer an den Studienberechtigten ist mit 46,7 Prozent insgesamt – und 44,5 Prozent bei den Abiturienten – niedriger als der der Mädchen und Frauen. Der Männer-Anteil ging seit den 90er Jahren kontinuierlich zurück, ist aber seit dem Schuljahr 2000/01 relativ konstant.