Krank in der Schwangerschaft – Urlaubsanspruch bleibt

Bonn (dpa/tmn) – Eine befristet angestellte schwangere Mitarbeiterin, die eine Bescheinigung über Arbeitsunfähigkeit vorlegt, behält ihren vollen Urlaubsanspruch. Darauf weist der Verlag für die deutsche Wirtschaft in Bonn hin.

Der Urlaub darf nach dem Bundesurlaubsgesetz nicht auf die Krankheitstage angerechnet werden, wenn das Arbeiten aus gesundheitlichen Gründen nicht möglich war. Arbeitgeber sind deshalb verpflichtet, ihrer Mitarbeiterin den für die Dauer ihrer Anstellung zustehenden Urlaub zu gewähren.

Bei einer Anstellung über ein Jahr könne sie daher in jedem Fall bei einer Sechs-Tage-Woche den gesetzlichen Mindesturlaub von 24 Tagen in Anspruch nehmen, so der Fachverlag. Denn neben der Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall ist der Arbeitgeber verpflichtet, auch den Urlaub in voller Höhe zu gewähren.