Wiesbaden (dpa) – Legere Kleidung wie Jeans und Shirts sind am Arbeitsplatz auf dem Vormarsch – zulasten des klassischen Anzuges und Kostüms. Das geht aus einer Umfrage des Markt- und Sozialforschungsinstitutes IFAK in Taunusstein bei Wiesbaden hervor.
Fast die Hälfte der Deutschen bevorzugt demnach eher lässige Kleidung. 44 Prozent der Männer und 57 Prozent der Frauen bevorzugten sportliche lässige Kleidung, ergab eine Umfrage im Frühjahr unter 1000 Erwerbstätigen. Zum Vergleich: Nur jeder zehnte Mann griff vor dem Gang zur Arbeit zum klassischen Anzug, und nur 13 Prozent der Frauen wählten das Kostüm.
Das Alter spielte dabei kaum eine Rolle, fand das Institut heraus. Nur Frauen im Alter von 50 Jahren an trugen im Vergleich zu jüngeren Frauen seltener Jeans und Shirts am Arbeitsplatz. Jede zweite ältere Arbeitnehmerin kleidete sich leger, bei den Frauen im Alter von 18 bis 29 waren es 62 Prozent. Die berufliche Stellung hatte dagegen einen größeren Einfluss auf die Wahl der Kleidung. 46 Prozent der Angestellten griffen zu legerer Kleidung, dagegen trugen 49 Prozent der Arbeiter eine Uniform oder eine offizielle Berufsbekleidung.