Mehrheit der Arbeitslosen würde für Job ins Ausland gehen

Hamburg (dpa/tmn) – Die meisten Jobsuchenden in Deutschland sind laut einer Studie bereit, für die passende Arbeitsstelle ins Ausland zu gehen. Das geht aus einer Umfrage des Personaldienstleisters Kelly Services in Hamburg hervor.

Jeder Zweite würde unter bestimmten Bedingungen sogar in ein anderes Land ziehen, selbst wenn er die Landessprache nicht fließend beherrscht. Besonders groß ist die Bereitschaft zum beruflichen Auswandern in Sachsen, Sachsen-Anhalt und im Saarland. Für die Studie wurden 115 000 Jobsuchende aus 33 Ländern, davon 2000 aus Deutschland befragt.

In Deutschland gab jeder vierte Jobsuchende an, schon einmal für eine Stelle ins Ausland gegangen zu sein. Fast 60 Prozent der Befragten sind der Studie zufolge für einen Job bereits in eine andere Stadt gezogen. Dabei würde die Hälfte der Arbeitnehmer lieber bis zur Rente an dem Ort bleiben, in dem sie gerade leben. Eine lange Anfahrt zur Arbeit nehmen allerdings nur wenige in Kauf: Lediglich 13 Prozent würden eine Wegzeit von einer Stunde und mehr akzeptieren.