München (dpa/tmn) – Die Mehrheit der Hauptschüler geht gern zur Schule. Vier von fünf fühlen sich von ihren Lehrern ernst genommen und respektiert. Das geht aus einer Langzeitstudie vom Deutschen Jugendinstitut (DJI) in München hervor.
Für die Untersuchung wurden 4000 Hauptschüler aus Abschlussklassen für rund zweieinhalb Jahre begleitet. Die Mehrheit der Jugendlichen plante nach dem Schulabschluss eine Ausbildung. Ein Viertel wollte weiter zu Schule gehen, um einen höheren Schulabschluss zu bekommen. Zu dieser Gruppe gehörten eher Mädchen als Jungs und eher Schüler mit besseren Noten. Nur zwei Prozent der Hauptschüler wollten gleich nach dem Abschluss als Ungelernte arbeiten.
40 Prozent derjenigen, die einen Ausbildungsplatz suchen, schickten zwischen sechs und zwanzig Bewerbungen ab. Jeder Zehnte schrieb mehr als 20 Bewerbungen, so das DJI. Trotzdem gelang es nur jedem Zweiten, gleich nach der Schule einen Ausbildungsplatz zu bekommen. Die übrigen Schulabgänger durchliefen Zwischenstationen, überwiegend wieder in einer Schule oder in berufsvorbereitenden Angeboten.
Die Chancen, direkt nach der Schule einen Ausbildungsplatz zu bekommen, sind ungleich verteilt: So haben Jungen bessere Chancen als Mädchen und Jugendliche deutscher Herkunft bessere Chancen als junge Zuwanderer, berichtet das DJI im «DJI Bulletin 81».