Prüfungsstress: Viele Studenten werfen Pillen ein

Bochum (dpa/tmn) – Der Prüfungsstress macht Studenten scheinbar oft zu schaffen – viele putschen sich beim Pauken mit Pillen auf oder greifen zur Flasche. Das berichtet die Zeitschrift «Unicum» und beruft sich auf mehrere Studien.

Demnach nehmen Studenten überdurchschnittlich oft etwa Mittel gegen Depressionen. Viele griffen auch zu Koffeintabletten und anderen Wachmachern, um sich beim Lernen besser konzentrieren zu können. Zudem weise fast jeder dritte Student in Deutschland ein auffälliges Trinkverhalten auf.

«Aufputschmittel, Tabletten oder Alkohol dienen als Ventil für Leistungsdruck, Übermüdung und Versagensängste», sagte Wilfried Schumann von der Psychosozialen Beratungsstelle der Universität Oldenburg der Zeitschrift. Gefährdet sind dem Bericht zufolge besonders Mediziner und Juristen, auf die am Ende ihres Studiums oft ein «Hammer-Examen» warte. Aber auch für Bachelorstudenten könne «Doping fürs Gehirn» verführerisch sein, weil ihr straffer Lehrplan sie oft unter großen Stress setzt.