Reiche Studenten gehen häufiger ins Ausland wie arme

Berlin (dpa) – Studenten aus einkommensstarken Elternhäusern absolvieren doppelt so häufig einen Teil ihrer Ausbildung im Ausland wie junge Menschen aus armen Familien. Dies zeigt eine Studie des Deutschen Studentenwerkes (DSW).

Angesichts dichter Stundenpläne im Bachelorstudium, zunehmenden Finanzproblemen und der ungeklärten Anerkennung von im Ausland erworbenen Leistungsscheinen fürchtet DSW-Präsident Rolf Dobischat eine Verschärfung dieses Trends. Studenten aus armen oder bildungsfernen Familien würden beim Auslandsstudium «eine Vermeidungsstrategie fahren», sagte Dobischat in Berlin. Die Bundesregierung will in den kommenden fünf Jahren die Zahl deutscher Studenten im Ausland von derzeit 75 000 auf 100 000 steigern.