Stuttgart (dpa/tmn) – In den Semesterferien polieren viele Studenten in einem Intensivkurs ihre Englisch-, Französisch- oder Spanischkenntnisse auf. Der Lerneffekt ist laut Experten am größten, wenn die Gruppe international zusammengesetzt ist.
«Intensivsprachkurse im Ausland bringen auf jeden Fall etwas, denn die Teilnehmer können die im Kurs erlernten Fähigkeiten direkt vor Ort anwenden», sagte Barbara Engler von der Aktion Bildungsinformation in Stuttgart. Die Studenten profitieren demnach am meisten von den Kursen, wenn die Schüler aus verschiedenen Ländern kommen. «Zumindest in der Gastfamilie sollte der Student der einzige Deutschsprachige sein», rät die Expertin. «Wenn die Teilnehmer nur mit Deutschen zusammen sind, reden sie auch in der Freizeit Deutsch miteinander.» Damit Sprachkurse möglichst viel bringen, sollten die Lerngruppen nicht zu groß sein und pro Woche mindestens 20 Unterrichtsstunden auf dem Lehrplan stehen. Engler empfiehlt eine Gruppenstärke von acht und zwölf Personen. Der Kurs sollte mindestens zwei Wochen dauern.
Die Expertin rät außerdem zu sogenannten kombinierten Kursen: «Die Teilnehmer lernen morgens in der Gruppe und haben nachmittags Einzelunterricht, der auf die individuellen Schwierigkeiten eingeht.»
Sprachkurse im Ausland gibt es mittlerweile aber nicht nur an Sprachschulen. Auch einige europäische Hochschulen zum Beispiel in Italien, Frankreich oder Spanien bieten für ausländische Studierende entsprechende Sommerkurse an. «Die Sprachkurse an den Universitäten sind für Studierende gut, denn sie sind meist sehr günstig, und oft können die Teilnehmer in den Studentenwohnheimen schlafen», sagt Engler. Bei den Uni-Kursen müsse allerdings mit einer Teilnehmerzahl von 20 bis 30 Studenten pro Klasse gerechnet werden. Weitere Tipps zu Sprachreisen stehen im Internet unter www.abi-ev.de.