Berlin (dpa/tmn) – Studierende mit Kindern brauchen für ihr Studium länger und unterbrechen es häufiger als kinderlose Studenten. Fast jeder zweite Studierende mit Kind hat sein Studium schon mal unterbrochen.
Wobei die Mütter (52 Prozent) deutlich häufiger eine Pause einlegen als Väter (36 Prozent). Das geht aus der Untersuchung «Studieren mit Kind» des Deutschen Studentenwerks in Berlin hervor. Die Unterbrechung dauert im Durchschnitt fünf Semester. Frauen unterbrechen ihr Studium vor allem wegen Schwangerschaft und Kindererziehung, Männer auch wegen finanzieller Probleme und einer Erwerbstätigkeit.
Befragt nach ihren Problemen, erklärten die Studierenden am häufigsten, sie fürchteten, wegen ihres Kindes länger als durchschnittlich studieren zu müssen. Zwei Drittel der Studentinnen und mehr als die Hälfte der Studenten rechnen mit einer Studienzeitverlängerung. Schwierigkeiten ergeben sich auch dadurch, dass viele Lehrveranstaltungen zeitlich ungünstig liegen. Dazu kämen noch finanzielle Probleme, verursacht durch das Kind. Für die vom HIS Hochschul-Informations-System durchgeführte Studie wurden 885 Studierende mit Kind befragt.