Bonn (dpa) – Ein Frühstudium besonders begabter Jugendlicher noch während der Schulzeit ist einer Studie zufolge zur Förderung ein sinnvoller und richtiger Weg. Bislang würden aber noch zu wenig Talente erkannt und für ein Frühstudium empfohlen oder dabei unterstützt.
Das sind Ergebnisse einer Studie, die von der Deutschen Telekom Stiftung in Auftrag gegeben wurde. Unzufrieden seien viele der Schüler-Studenten mit einer mangelnden Unterstützung durch ihre Schulen und Lehrer. Es gebe wenig Entgegenkommen etwa bei der Stundenplangestaltung oder der Freistellung vom Unterricht.
«Die Ergebnisse der Untersuchung zeigen, dass unser Modell der Schüler-Universitäten als Talentschmiede betrachtet werden kann», erklärte der Stiftungs-Vorsitzende Klaus Kinkel. Die Resultate belegten aber auch, dass mehr dafür getan werden müsse, «um unsere Potenziale erfolgreich zu heben». Die Schulen brauchten bessere Unterstützung, wenn es darum gehe, Begabungen individuell und unabhängig vom Bildungshintergrund der Kinder und Jugendlichen zu erkennen und zu fördern.
Die Stiftung unterstützt das Frühstudium in sogenannten MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik). Inzwischen bieten nach Angaben der Stiftung 50 Universitäten besonders begabten und leistungsbereiten Schülern an, noch während der Schulzeit reguläre Veranstaltungen zu besuchen und Prüfungen abzulegen. Pro Semester nähmen zwischen 1000 und 1500 junge Menschen dieses Angebot wahr.