Hamburg (dpa/tmn) – Schulabgänger sollten bei der Wahl ihres Studiums auch verwandte Fächer in Betracht ziehen. «Viele wollen zum Beispiel etwas mit Umwelt machen und bewerben sich dann für Biologie oder Chemie, aber nicht für Fächer wie Biotechnologie».
Das sagte Karin Fischer-Bluhm vom Verbund Norddeutscher Universitäten in Hamburg. Ein Blick über den Tellerrand könne bei der Studienwahl aber helfen, Fehlentscheidungen zu vermeiden. «Oft gibt es ähnliche Fächer, die besser zum eigenen Profil passen.»
Viele Schüler hätten zudem falsche Vorstellungen von Hochschulfächern, wenn sie sich für ein Studium entscheiden, sagte Fischer-Bluhm. «Die sind dann oft enttäuscht, weil sie in Biologie erst einmal nur Physik und Mathe pauken müssen.» Das führe dann leicht dazu, dass Hochschulanfänger ihr Studium abbrechen. Um dem vorzubeugen, sollten Schulabgänger sich bei ihrer Studienwahl einen realistischen Eindruck von den Anforderungen eines Fachs verschaffen.
Angehende Studenten können seit 2007 im Internet mit einem kostenlosen Studienberatungstest des Hochschulverbundes prüfen, welches Fach am besten zu ihnen passt. Anhand von Fragebögen wird dabei ausgewertet, ob ein angestrebtes Studienfach den eigenen Erwartungen und Vorlieben entspricht. Am Ende werden außerdem Alternativen zum bisherigen Studienwunsch aufgezeigt. Dabei werden laut dem Verbund fast 90 Prozent aller in Deutschland vertretenen Studienfächer in Betracht gezogen. Bislang haben den Angaben zufolge schon 20 000 Webnutzer an dem Online-Test teilgenommen.