Trendwende: Weiterbildung ist wieder mehr gefragt

Berlin (dpa/tmn) – Weiterbildung gewinnt in Deutschland wieder an Bedeutung. So ist die Beteiligung aller Erwachsenen (19 bis 64 Jahre) an Weiterbildungskursen aller Art von 2003 bis 2006 von 41 auf 43 Prozent gestiegen.

Der rückläufige Trend seit 1997 ist damit gestoppt. Das sind die Ergebnisse einer Studie zum Weiterbildungsverhalten in Deutschland, die in Berlin vorgestellt wurden. Das Ziel sei, bis 2015 auf 50 Prozent zu kommen, sagte Andreas Storm, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) in Berlin, das die Studie in Auftrag gegeben hatte.

1997 hatte die Quote bereits einmal bei 48 Prozent gelegen. Danach ging der Anteil kontinuierlich zurück. Die Beteiligung an der beruflichen Weiterbildung ist allerdings kleiner: Bezogen auf das gesamte Bundesgebiet hat sie sich bei 26 Prozent stabilisiert. In den neuen Bundesländern erhöhte sich der Wert von 26 auf 29 Prozent.

Das BMBF lässt alle drei Jahre in einer Repräsentativbefragung die Weiterbildungsbeteiligung der Bevölkerung untersuchen. Die Ergebnisse zum «Berichtssystem Weiterbildung – Adult Education Survey 2007» basieren auf einer repräsentativen Befragung von mehr als 10 000 Personen im Bundesgebiet zwischen 19 und 64 Jahren.