Unternehmen suchen vor allem Hochqualifizierte

Köln (dpa/tmn) – Die Unternehmen in Deutschland suchen nach Angaben von Experten verstärkt nach hoch qualifizierten Arbeitnehmern. Darauf weist das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) in Köln hin.

Begehrt seien vor allem technisch versierte Fachkräfte wie Ingenieure, die auch in den kommenden Jahren fehlen werden. Schon jetzt gebe es kaum genügend Ingenieure, um die älteren Beschäftigten zu ersetzen, die in den Ruhestand gehen. Bereits 2006 seien 165 000 Stellen für Hochqualifizierte unbesetzt geblieben.

Zahlen der Bundesagentur für Arbeit deuteten darauf hin, dass sich an diesem Trend nicht so schnell etwas ändern wird. So gab es auch in der aktuellen Februar-Statistik mehr offene Stellen beispielsweise für Maschinen- und Fahrzeugbau-Ingenieure oder Maschinenbautechniker als Arbeitssuchende. Die demografische Entwicklung werde diese Engpässe noch verschärfen. Prognosen zufolge werden in Deutschland bis zum Jahr 2010 jährlich 37 000 und nach 2015 sogar jährlich 43 000 Ingenieure in den Ruhestand gehen. Jährlich gibt es laut IW aber nur 40 000 Absolventen ingenieurwissenschaftlicher Studiengänge.

Die Chancen für weniger gut Qualifizierte sehen dagegen nicht so rosig aus: Von 1991 bis 2004 ging die Zahl der Stellen für Arbeitnehmer ohne Berufsausbildung um 20 Prozent zurück. Auch die Zahl der Arbeitnehmer mit Ausbildung sank um 9 Prozent, so das IW. Dagegen sei die Zahl der Akademiker im Arbeitsmarkt um 43 Prozent gestiegen.