Unverständliches Zeugnis: Lehrer ansprechen

München (dpa/tmn) – Wortgutachten in Zeugnissen sind für Eltern manchmal missverständlich. Das liegt unter anderem daran, dass es keine einheitliche Regelung für diese Gutachten gibt, erläutert Horst Bartnitzky, Vorsitzender des Grundschulverbandes in Deutschland.

Wissen die Eltern nicht, was der Lehrer genau meinte, sollten sie nachfragen. Schreibt der Lehrer beispielsweise, dass der Schüler seine Arbeiten sorgfältig, übersichtlich und kreativ gestaltet, sei das als großes Lob zu verstehen.

Achtet der Schüler «wieder bewusster auf die Aufmerksamkeitssignale des Lehrers» hat das Kind offenbar in der Vergangenheit viel gestört, damit aber aufgehört. Der Lehrer weise damit auf die gute Entwicklung hin, erläutert Bartnitzky in der Zeitschrift «Focus-Schule».

Die Formulierung: «Es war ihm oft wichtig, schnell fertig zu werden», sei dagegen als versteckter Tadel zu werten. Anscheinend mangelte es bei den Arbeiten des Schülers an Sorgfalt, so Bartnitzky.