Vorsicht bei Annoncen mit Jobs auf den Balearen

Leipzig (dpa/tmn) – Arbeitsuchende sollten bei Zeitungsannoncen vorsichtig sein, die Jobangebote auf den Balearen versprechen. Wer bei der vermeintlichen Jobvermittlung anruft, erhalte meist keine Stelle, sondern nur eine Rechnung, teilt die Verbraucherzentrale Sachsen mit.

Die Verbraucherschützer beobachten entsprechende Anzeigen derzeit verstärkt in einigen Zeitungen. In den Annoncen sei eine Festnetznummer mit der Vorwahl 0421 angegeben. Bei Anruf lande der Betroffene bei einer Firma in Palma de Mallorca. Dort werde das Telefonat entgegengenommen, die persönlichen Daten des Bewerbers aufgenommen und ihm umgehend eine Stelle versprochen. Der Anrufer erhält den Angaben zufolge zwar kein Angebot, dafür stelle ihm die Firma ihre vermeintliche Jobvermittlung für etwa 60 Euro in Rechnung. Die Leistung bestehe laut Rechnung darin, dass der Betroffene den Vermittlungsservice telefonisch nun 30 Tage lang 60 Minuten täglich für 3,3 Cent pro Minute in Anspruch nehmen darf.

Geprellte Verbraucher sollten die Zahlungsaufforderung schriftlich mit der Begründung zurückweisen, dass ein Vertrag über eine entgeltliche Leistung nicht geschlossen wurde, rät Katja Henschler von der Verbraucherzentrale Sachsen. Darüber hinaus sei keine Leistung der Firma erbracht worden. Zwar könne sich der Verbraucher am Telefon die Allgemeinen Geschäftsbedingungen vorlesen lassen, bevor er zu einem Vermittler weitergeleitet wird. «Dies reicht jedoch für eine vertragliche Einigung über eine entgeltliche Jobvermittlung nicht aus», so Henschler.