Wenige Abbrecher bei Studiengänge mit Staatsexamen

Hannover (dpa/tmn) – Studenten, die auf ein Staatsexamen hinarbeiten, brechen ihr Studium nur selten ab. In Deutschland liegt die Abbruch-Quote in den Staatsexamensfächern bei lediglich 7 Prozent, ergab die jüngste Studie der HIS Hochschul-Informations-System GmbH.

In allen anderen Studiengängen werfen dagegen deutlich mehr Studenten vorzeitig das Handtuch. So halten bei den Diplom- und Magister-Studiengängen 29 Prozent der Studenten nicht bis zum Ende durch. Bei den Diplomstudiengängen an den Fachhochschulen bricht mehr als jeder fünfte (21 Prozent) sein Studium wieder ab.

Nach Angaben von HIS hat sich die Einführung der Bachelor-Studiengänge vor allem in den sprach- und kulturwissenschaftlichen sowie in den sozialwissenschaftlichen Fächern an den Universitäten positiv ausgewirkt und die Abbrecherquote gesenkt. Dagegen sei im Maschinenbau und in der Elektrotechnik an Fachhochschulen die Abbrecherquote deutlich gestiegen. So gab bei den Bachelor-Studiengängen ein Viertel (25 Prozent) der Studienanfänger der Jahrgänge 2000 bis 2004 vorzeitig auf, an den Fachhochschulen betrug der Anteil der Studienabbrecher sogar 39 Prozent. 

Sämtliche Daten wurden auf Basis des Absolventenjahrgangs 2006 berechnet, einbezogen wurden die Studienanfängerjahrgänge 1993 bis 2004. Dabei wurden nur die Daten deutscher Studenten ausgewertet.