Weniger Jugendliche brechen die Ausbildung ab

Köln (dpa/tmn) – Immer weniger Jugendliche in Deutschland brechen ihre Ausbildung ab. Waren es im Jahr 2000 rund ein Viertel aller Azubis, die nicht bis zum Gesellenbrief oder Abschlusszeugnis durchhielten, lag der Anteil 2006 nur noch bei einem Fünftel.

So kehrten insgesamt 119 400 Jugendliche ihrem Ausbildungsbetrieb den Rücken, wie das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) in Köln mitteilt. Weitere 115 000 gaben an einer beruflichen Schule vorzeitig auf, an der sie eine Ausbildung begonnen hatten.

Unterschiede gibt es allerdings zwischen einzelnen Branchen: So lag der Anteil der Abbrecher im öffentlichen Dienst bei nur 6,4, in Industrie und Handel bei 18,1 und im Handwerk bei 23,7 Prozent. Was für die Ausbildung gilt, gilt auch für Schulen und Hochschulen: Jugendliche zeigen offensichtlich mehr Durchhaltevermögen, der Anteil der Abbrecher ist insgesamt rückläufig. In allen Bereichen lag deren Anteil bei 15,5 Prozent aller Jugendlichen des entsprechenden Jahrgangs, ein Rückgang um 2,5 Prozent. So haben 2006 in absoluten Zahlen 370 000 Jugendliche Schule, Ausbildung oder Studium abgebrochen.

Im Schuljahr 2005/2006 verließen 75 900 Jugendliche die Schule ohne Abschluss. Das waren 7,8 Prozent aller Schulabgänger. An den Hochschulen gab 2006 rund jeder fünfte Student vorzeitig auf. Überdurchschnittlich hoch ist diese Quote in Mathematik und den Naturwissenschaften (28 Prozent), Sprach- und Kulturwissenschaften (27 Prozent) sowie Ingenieurwissenschaften (25 Prozent).