Zeitwertkonten werden wichtiger

Frankfurt/Main (dpa/tmn) – Sogenannte Zeitwertkonten dürften in vielen Betrieben bald eine noch größere Rolle spielen. Das gilt vor allem im Zusammenhang mit Vorruhestandsregelungen.

Bei einer Studie mit 100 Unternehmen gaben 94 Prozent der Befragten an, dass sie «Zeitwertkonten», bei denen Geld oder Arbeitszeit angespart wird, als wichtig «bei der Bewältigung der demografischen Herausforderungen auf dem Arbeitsmarkt» einschätzen. Bei knapp einem Drittel sind die Konten bereits etabliert. Das gilt vor allem für mittelständische bis große Unternehmen. Betriebe mit weniger als 5000 Mitarbeitern zeigten sich dagegen noch zurückhaltender. Das teilt die Unternehmensberatung Towers Perrin in Frankfurt mit, die die Daten erhoben hat.

Fast drei Viertel der Studienteilnehmer (74 Prozent) geben an, mit «Zeitwertkonten» vor allem den vorgezogenen Ruhestand von Mitarbeitern finanzieren zu wollen. Zunehmend werden die Konten der Studie zufolge in Form von Geld geführt. Vor fünf Jahren sei das Verhältnis zu den in Arbeitszeit geführten Konten noch fast ausgewogen gewesen. Bei den im vergangenen Jahr gestarteten Konten lag deren Anteil bei weniger als 20 Prozent.