Einstiegsqualifizierung erhöht Chancen auf Ausbildungsplatz

Kategorien
Ratgeber Ausbildung
Share on facebook
Facebook
Share on twitter
Twitter
Share on whatsapp
WhatsApp
Share on email
Email
Share on print
Drucken

Für Jugendliche mit schlechtem Schulabschluss gibt es als Alternative zur Ausbildung die Einstiegsqualifizierung.

Dabei handelt es sich um ein sechs- bis zwölfmonatiges betriebliches Praktikum, das erfolglose Bewerber auf eine reguläre Berufsausbildung vorbereiten soll.

Tatsächlich erfüllt die Einstiegsqualifizierung diesen Zweck weitgehend: Immerhin 60 Prozent der Absolventen werden direkt nach der Qualifizierung in eine betriebliche Ausbildung übernommen, wie eine Untersuchung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung belegt. Ein bis zwei Jahre nach Abschluss der Maßnahme sind sogar 80 Prozent in Ausbildung oder erwerbstätig.

Allerdings verlangt der Umweg über die Einstiegsqualifizierung von den Jugendlichen auch Zugeständnisse. So ist die monatliche Vergütung von derzeit in der Regel 216 Euro deutlich niedriger als in den meisten regulären Ausbildungsberufen. Außerdem wird die Zeit der Einstiegsqualifizierung bei einer Übernahme nicht grundsätzlich auf die Ausbildungsdauer angerechnet – obwohl Jugendliche während des Praktikums zur Berufsschule gehen.

Qualifiziertes Zeugnis ausstellen lassen

Auf jeden Fall sollten sich Jugendliche nach der Einstiegsqualifizierung vom Betrieb ein qualifiziertes Zeugnis geben lassen, rät der Deutsche Gewerkschaftsbund. Denn das qualifizierte Zeugnis ist Voraussetzung dafür, dass die zuständige Handels- oder Handwerkskammer ein Zertifikat über den Abschluss der Einstiegsqualifizierung ausstellt. Dieses Zertifikat wiederum muss für eine Verkürzung der Ausbildungszeit vorgelegt werden.

Jugendliche in einer Einstiegsqualifizierung stehen übrigens genau wie Auszubildende unter einem besonderen Kündigungsschutz. So können Arbeitgeber nach dem Ende der Probezeit nur noch aus wichtigem Grund kündigen, also beispielsweise wegen Diebstahls oder vorsätzlicher Sachbeschädigung. Für die Jugendlichen gilt nach der Probezeit eine Kündigungsfrist von vier Wochen, falls sie die Maßnahme beenden beziehungsweise in einem anderen Betrieb fortsetzen wollen oder aber doch noch einen Ausbildungsplatz gefunden haben.

dapd