Wortgewandt telefonieren in einer Fremdsprache

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Sprachverwirrung am Telefon – diese Notlage erleben viele Büromitarbeiter, wenn unerwartet ein Anruf aus dem Ausland eintrifft.

Kaum hat man die fremdsprachliche Grußformel hervorgebracht, beginnen die Nerven zu flattern und die Zunge gleich mit. Vermeiden lasse sich plötzliches Stammeln jedoch schon mit etwas Vorbereitung, sagt Mario Oesterreicher, Leiter der Fremdsprachenausbildung am Universitätsstandort Nürnberg und Vorsitzender des Verbands Englisch und Mehrsprachigkeit.

“Wenn ich derjenige bin, der anruft, kann ich mir vor dem Gespräch noch einige sinnvolle Redewendungen zurechtlegen”, rät er. Hilfreich sei auch, sich vorher zu überlegen, um welchen Fragenkomplex es im Gespräch gehen wird, um sich auf das passende Vokabular einzustellen.

Doch was tun, wenn plötzliches Telefonschrillen keine Zeit lässt zur mentalen Vorbereitung? “Dann kann ich versuchen, mir über das Internet die einschlägigen Begriffe zugänglich zu machen. Hier sollte man die Seiten renommierter Wörterbuchverlage nutzen”, sagt Mario Oesterreicher. Auch elektronische Wörterbücher im Palmtop-Format seien im akuten Fall hilfreich. “Dort kann ich auch nach Redewendungen suchen und sie in eine eigene Wortliste übernehmen, so dass ich sie beim nächsten Gespräch wieder parat habe”, sagt er.

Wer über den akuten Bedarfsfall hinaus Sprachkenntnisse auffrischen wolle, finde im Internet einiges an Lernstoff – fremdsprachige Filme oder Werbespots zum Beispiel. “Wenn ich mir Filme angucke und dabei auf die Formulierungen achte, bekomme ich auch die außersprachliche Handlung mit. Das hilft ungemein und ist ein sehr angenehmer Weg des Lernens”, sagt Mario Oesterreicher. Werbespots habe er selbst viel genutzt, um seinen Alltagswortschatz zu bereichern.

Wichtig sei die richtige Motivation, sagt der Experte. “Die Sprache muss Relevanz für mich haben. Dann kann ich das Gelernte auch besser umsetzen” – etwa beim nächsten Telefonat mit der Kollegin im Ausland.

dapd