Bewerbungsmappe – mit Mustervorlage

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Ratgeber Ausbildung
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Wie sollte der Aufbau einer Bewerbungsmappe sein?

Eine Bewerbungsmappe stellt die Präsentationsgrundlage potentieller Arbeitnehmer dar. Für Schulabgänger ist sie enorm wichtig, um die persönlichen Chancen auf eine Ausbildungsstelle, die man gerne für sich nutzen möchte, zu erhöhen. Daher nehmen sich viele Schulabsolventen, ganz gleich, welchen Abschluss sie erreicht haben, enorm viel Zeit, um eine möglichst präzise Bewerbungsmappe zu erstellen. Es gibt jedoch einige Punkte, die man beachten sollte in Hinsicht auf die Erstellung der Bewerbungsmappe. Diese betreffen u. a. die Wahl des richtigen Inhaltes und die Einhaltung vorgegebener DIN-Normen. Die Gliederung einer Bewerbungsmappe beinhaltet das Deckblatt, das Bewerbungsschreiben und den Lebenslauf, wobei gerade auf das Schreiben und der Lebenslauf Wert gelegt werden sollte.

Das Deckblatt sollte möglichst übersichtlich, kreativ und informativ sein

In Hinsicht auf das Deckblatt bei der Bewerbung, welches als reines Designschmuckstück gilt, und der Bewerbungsmappe den richtigen Flair sowie ein angemessenes Aussehen geben soll, ist es zunächst wichtig, einen angemessenen Titel zu finden. Als Beispiele hierfür dienen u. a. “Bewerbungsunterlagen” oder “Bewerbung als …”. Das Lichtbild, das Aushängeschild jeden Bewerbers, da sich der Arbeitgeber so bereits auf den Auszubildenden einstellen kann, sollte direkt unter den Titel platziert werden. So hat man den Vorteil, dieses nicht mehr in den Lebenslauf integrieren zu müssen, und dort entsprechend mehr Platz, exakte Daten über den persönlichen Werdegang zu platzieren. Ebenfalls auf das Deckblatt sollten der Vor- und Zuname, die Telefonnummer, ggf. eine Faxnummer, und die Email-Adresse angegeben werden. Denn viele Ausbildungsstätten antworten nach Eingang einer Bewerbung heutzutage nur noch via Internet. Auch ein Inhaltsverzeichnis ist durchaus ratsam. Denn so bekommt der Arbeitgeber einen schnellen Überblick zu sämtlichen Zeugnissen, die der Bewerbung beigefügt werden sollten, und muss diese nicht allesamt einzeln durchblättern. Verzichtet man auf das Beifügen von Zeugnissen, ganz gleich aus welchen Gründen, braucht man auch kein Inhaltsverzeichnis auf das Deckblatt platzieren. Nicht aufzuführen sind im Inhaltsverzeichnis das Lichtbild und das Bewerbungsschreiben, da es sich hierbei um keine Anhänge handelt.

Es ist zu empfehlen, sehr gehobenes Deutsch im Anschreiben zu verwenden

Das Kernstück der Bewerbung ist neben dem Lebenslauf ganz klar das Anschreiben. Dieses sollte daher nicht nur grammatikalisch korrekt sein, sondern auch ein gehobenes Deutsch aufweisen. Wer selbst eine Rechtschreibschwäche hat, sollte in diesem Fall Hilfe aufsuchen und sich das Bewerbungsschreiben von einem Freund, Elternteil, Lehrer oder einer sonstigen Bezugsperson aufsetzen lassen. In das Bewerbungsschreiben kommen im Rahmen der Bewerbung wichtige Informationen zur Bewerbung. Vorneweg gilt es jedoch, zunächst den Aufbau zu beachten. Man sollte stets mit dem Anschreibenkopf beginnen. Dort kommen Informationen wie die Adressen des Absenders und Empfängers hinein. Auch der Betreff und die Anrede sollten ihren Platz im Anschreibenkopf haben. Die Absenderadresse findet ihren Platz im Block oben links auf der Anschreibenseite. Zur Adresse gehören Informationen wie der Name, die Straße und Hausnummer, Postleitzahl und Stadt sowie die Telefonnummer, die Vorwahl und Email-Adresse des Absenders. Auch das Datum und der Ort des Schreibens dürfen im Anschreiben nicht fehlen. Unter der Adresse sollten vier Zeilen frei gelassen werden, ehe es darum geht, die persönlichen Daten des Unternehmens anzugeben. Hierzu gehören der Unternehmensname, die Abteilung, in der man seine Ausbildung beginnen möchte, sowie die Adresse des Betriebes. Nach weiteren vier Leerzeilen wird der Betreff angegeben, ehe mit der Anrede der inhaltliche Teil des Bewerbungsschreibens im Rahmen der Bewerbung beginnt. Hierbei sollte man sich zunächst vorstellen. Auch ist es wichtig, die Gründe für das Interesse an einer Ausbildung bei dem Betrieb zu nennen. Teilweise kann man auch persönliche Angaben zu Interessen in das Schreiben integrieren, allerdings nur, wenn diese auch etwas mit der Ausbildungsstelle zu tun haben.

Den Lebenslauf sollte man mit möglichst vielen wichtigen Informationen füllen

Für die meisten Arbeitgeber gilt der Lebenslauf als Herzstück einer Bewerbung bzw. Bewerbungsmappe. Er sollte lückenlos den Werdegang des Auszubildenden widerspiegeln. Zudem gilt es, ihn klar zu gliedern, sodass sich der Leser nicht verloren fühlt. Schließlich findet man zahlreiche Informationen im Lebenslauf vor. Natürlich müssen im Lebenslauf auch alle Angaben stimmen und es darf nichts verfälscht werden. Das Wichtigste ist jedoch, dass er eine klare Gliederung aufweist. Der Umfang sollte bei maximal zwei Seiten liegen. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen drei Arten von Lebensläufen, dem funktionalen, ausführlichen und tabellarischen Lebenslauf. Im funktionalen Lebenslauf werden die Berufserfahrungen, auch Nebenjobs, sowie bisherige Ausbildungen in Blöcken zusammenfassend dargestellt. Im ausführlichen Lebenslauf sind alle Informationen in einem Text zusammengefasst. Er ist mit dem tabellarischen Lebenslauf verknüpft. Denn man sollte zunächst den tabellarischen Lebenslauf aufsetzen und die dortigen Informationen für den ausführlichen Lebenslauf nutzen. Allerdings ist dies nur empfehlenswert, wenn die Ausbildungsstätte dies so wünscht. Da es eher altmodisch ist, findet man diese Form heutzutage nur noch selten vor, sondern setzt eher ausschließlich einen tabellarischen Lebenslauf auf. Zu den Inhalten, die in den Lebenslauf der Bewerbung gehören, zählen zunächst wieder die persönlichen Daten in Form von Name und Anschrift, sowie nunmehr auch des Geburtsdatums, der Staatsangehörigkeit und des Familienstandes. Anschließend erfolgen die Angaben zur schulischen Ausbildung, zum Grundwehr- oder Zivildienst, zu bisherigen Ausbildungen, Praktika und Nebenjoberfahrungen sowie zu Auslandserfahrungen. Dabei sollten stets der Zeitraum in Form von Monat und Jahr, in dem man diese Erfahrungen gesammelt bzw. Ausbildungen absolviert hat, sowie der jeweilige Kontaktname der Arbeits- und Schulstelle, sowie der Ort und die Adresse angegeben werden. Noten dürfen ebenso wenig fehlen wie die Fachrichtungen und Tätigkeitsbereiche, in denen man spezialisiert war. Anschließend gilt es noch, diverse EDV- und Sprachkenntnisse anzugeben. Hobbys sollten ebenfalls genannt werden, jedoch nur solche, die eine gewisse Seriosität aufweisen. Wer gerne Extrem- und Funsportarten betreibt, sollte dies nicht erwähnen. Abschließend können noch Referenzen angegeben werden. Das Datum und die Unterschrift dürfen am Ende natürlich auch nicht fehlen. Sämtliche Angabe zu Abschlüssen sind durch Zeugnisse und Zertifikate zu belegen. Die Vorteile des Lebenslaufs für die Ausbildungsstätte liegen u. a darin, dass sich verschiedene Bewerber einfacher miteinander vergleichen lassen, eine schnelle Erfassung sämtlicher wichtiger Daten ermöglicht wird, und zahlreiche Informationen auf maximal ein bis zwei Seiten untergebracht werden können. Wichtige Daten lassen sich im Lebenslauf zudem schneller wiederfinden.

Es ist besonders wichtig, gewisse vorgegebene DIN-Normen einzuhalten

In Hinsicht auf das Deckblatt, aber auch auf den Lebenslauf und das Bewerbungsschreiben ist anzumerken, dass die Schriftart, die man wählt, zweitrangig ist, solange es sich um eine der Standardschriften handelt. Hierzu gehören u. a. Arial, New Times Roman, Calibri und Cambria. Wichtig ist jedoch in jedem Fall, dass man diese einhält, und zwar in allen Bereichen der Bewerbungsmappe. Beim Lebenslauf und beim Anschreiben gilt es zudem, auf die Seitenränder zu achten. Diese sollten links bei 24,1 mm, rechts bei mindestens 8,1 mm sowie oben und unten jeweils bei 16,9 mm liegen. Beim Aufbau des Anschreibens sollten auch die Leerzeilen beachtet werden, etwa die vier Zeilen zwischen der Absenderadresse und den persönlichen Daten.

Jede Bewerbungsmappe identisch aufzubauen, aber auch etwas an die Bewerbungsform zu richten

Grundsätzlich gilt, dass jede Bewerbungsmappe identisch aufgebaut sein sollte. Doch gibt es heutzutage unterschiedliche Bewerbungsformen. Hierzu gehören neben der traditionellen schriftliche Bewerbung, auch die Email-Bewerbung und das Online-Formular. Während die Email-Bewerbung den gleichen Umfang und die identische Struktur wie die schriftliche Bewerbung beinhaltet, kann es bei der Bewerbung über ein Online-Kontaktformular zu Einschränkungen kommen, die von der Ausbildungsstätte dann allerdings gewollt sind.

Fazit – Wer alles beachtet, erhöht die Chancen deutlich

Wer sich an die vorgegebenen Richtlinien dieses Leitfadens hält, kann sich sicher sein, dass der potentielle Ausbilder zumindest mit Interesse die Informationen des Auszubildenden entgegen nimmt. Auch wenn zunächst eine Absage womöglich erfolgt, so bleibt man durch eine gute Bewerbungsmappe stets im Hinterkopf des potentiellen Arbeitgebers.

Tipps im Überblick
  • Bewerbungsmappe mit Deckblatt, Anschreiben, Lebenslauf und Anhang
  • Deckblatt mit Titel, Lichtbild, Name, Kontaktdaten und Inhaltsverzeichnis
  • Anschreiben ohne Rechtschreibfehler und mit perfekter Formulierung
  • Lebenslauf mit lückenlosem Werdegang, Kenntnisse und Hobbys
  • Zeugnisse und Zertifikate als Anhang
  • DIN-Norm 5008 beachten

Downloads

kischuni.de: Mustervorlage Bewerbungsmappe, pdf, 100 kb


Siehe auch

kischuni.de-Ratgeber: Bewerbungsgespräch
kischuni.de-Ratgeber: Einstellungstest
kischuni.de-Ratgeber: Ausbildungsvertrag
kischuni.de-Ratgeber: Ausbildungsvergütung
kischuni.de-Ratgeber: Verhaltensregeln in der Ausbildung


Weblinks

planet-beruf.de: DIN-Norm 5008
planet-beruf.de: Bewerbungstraining der Bundesagentur für Arbeit